International Cheetah Day


Es gibt seltsame Jahrestage wie z.B. den Mistelzweig-Tag, den Tag der Weihnachtsbeleuchtung, den Welt-Kekse-Tag oder sogar den Tag des Trockenrasierers – allesamt scheinbar nicht zwingend sinnvoll.
Heute am 4. Dezember ist aber auch der „International Cheetah Day“,
der Welt-Tag der Geparden.

Dieser Jahrestag wurde initiiert von Dr. Laurie Marker, einer amerikanischen Forscherin, Zoologin und weltweit anerkannten Gepardenexpertin, die 1990 den Cheetah Conservation Fund (CCF) gegründet hat.
Sie hat als Datum für diesen Jahrestag den 4. Dezember gewählt, weil das der Geburtstag der von Ihr aufgezogenen Gepardin „Khayam“ war.

Khayam war vermutlich die erste Gepardin, mit der eine Wiederauswilderung probiert wurde. Dr. Marker reiste mit ihr nach Namibia und untersuchte, ob eine in Gefangenschaft aufgewachsene Gepardin in der Lage sein kann zu jagen, um dadurch in der Wildnis überleben zu können.
Das Experiment verlief sehr positiv. Khayam hatte keine großen Probleme, sich in der unbekannten Wildnis zurecht zu finden.

Gleichzeit erfuhr Dr. Marker, dass alleine im südlichen Afrika bis zu 900 Geparden jährlich von Farmern getötet wurden. Die Tiere wurden, und werden noch immer, fälschlich für den Verlust von Weidetieren verantwortlich gemacht und deshalb gejagt und vergiftet. Frau Dr. Marker machte „ihre“ Gepardin Khayam zum ersten Botschafter-Tier und besuchte mit ihr Farmer-Versammlungen, Schulen und öffentliche Einrichtungen, um diesen Irrtum auszumerzen. Da bleibt bis heute allerdings noch einiges zu tun – die Legende vom rindermordenden Geparden ist noch immer in den Köpfen vieler Farmer und wird leider immer noch etlichen Tieren zum Verhängnis.


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