Ashia goes green


Südafrikas Energieversorgung leidet massiv unter fast täglichem „loadshedding“, einer geplanten Stromabschaltung zum Schutz der überlasteten Netze. Zu den Ursachen gibt es unterschiedliche Theorien; alle nicht ganz einfach und auf jeden Fall von mir an dieser Stelle nicht zu bewerten. Die Folgen der Stromausfälle sind aber leicht vorstellbar und können schnell dramatisch werden, wenn z.B während einer OP plötzlich das Licht ausgeht und die Geräte stillstehen.

Bisher bestand ASHIAs Reaktion auf die Stromausfälle aus Notstromgeneratoren, die relativ kurzfristig aus dem Standby hochgefahren werden können. Diese Lösung wird jetzt abgelöst.

Die Firma Mantula Solar aus Kapstadt hat auf den Dienstgebäuden der Geparden-Station eine umfangreiche Photovoltaikanlage montiert.

Die Photovoltaik-Anlage auf den Dächern einiger Gebäude der Geparden Station (Foto by Mantula Solar)

Die Daten der Anlage sind beeindruckend:

max. Leistung der PV-Module77,5 kWp
Inverter Leistung 50kW + 12 kW
Batterie-Kapazität140 kWh
Jährl. Generatorkapazität120.800 kWh / a
Jährl. CO2-Vermeidung 117 to/a

Zur Einordnung:
die installierte Batteriekapazität (140kWh) könnte einen kleinen Haushalt über einen Monat lang mit Strom versorgen. Vorübergehende Stromausfälle verlieren dann ihren Schrecken, besonders wenn man sich die durchschnittliche Strahlungsenergie der südafrikanischen Sonne vor Augen hält. In Kapstadt scheint die Sonne im Jahresmittel täglich sensationelle 8,5 Stunden lang.
In Osnabrück müssen wir im Jahresmittel mit weniger als 4,5 Sonnenstunden täglich klarkommen.

Die eingesparte Menge an CO2 sieht mit jährlich 117 Tonnen sehr üppig aus, man muss aber bedenken, dass allein mein Flug von Frankfurt nach Kapstadt meinen privaten Fußabdruck schon mit 1,2to CO2 belastet. Das entspricht schon 1/7 meiner unkritischen Jahresmenge oder ca. 1% der durch die neue PV-Anlage bei ASHIA eingesparte CO2 Menge.
Für Flugpassagiere wie mich ist also eine Kompensation z.B. über die Unterstützung von Klimaschutzprojekten bei den anerkannten Organisationen unumgänglich.

Ratgeber des Umweltbundesamts zum Thema (PDF, hier klicken)

Vergleich der Anbieter bei Stiftung Warentest (kostenpflichtig)


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